Eigentlich war die „Neue Welt“ erst im März als Gemeinschaftstour geplant, aber bei einer solchen anspruchsvollen Tour sind die Verhältnisse entscheidend. Aufgrund der Erfahrungen vom Samstag am Guffert in der Westrinne, entschied ich mich für den Sonntag die Neue Welt vorzuziehen. Leider konnten die ursprünglichen Kandidaten nicht alle und so kam es das Marina und Flo vom DAV Marktschwaben spontan Zeit hatten. Also Anreise am Sonntag, pünktlich zur ersten Gondel der Ehrwalder Zugspitzbahn, teuer erkauft mit einem Tagsticket. Mangels Ortskenntnissen und der Umbauarbeiten fanden wir den Zugang zum Sonnalpin nicht gleich. Das Wetter war leider nicht ganz optimal, die versprochene Sonne kam nicht sehr ergiebig zum vorschein. Während wir auf Sonne hofften, vertrieben wir uns die Zeit mit ein bisschen Pistengerutsche und Lattemachiato schlürfen. Schließlich konnten wir nicht länger warten und wir stiegen die paar Meter rauf zum Schneefernerkopf. Oben angekommen waren wir über die Schneebedingungen nicht sonderlich entzückt. Wir entschlossen uns es erstmal langsam angehen zu lassen und nur so weit zu fahren, wie wir zur Not auch wieder aufsteigen konnten. Oben im flacheren Teil war es hart und eisig, später jedoch hart und griffig. Die Abfahrt führt durch stets steiles (>40°) Gelände. Die Spitzenneigung lag bei 48° an einer Querung. Obwohl Marina und Floh der Meinung waren, dass selbst wenns einen hinlegen würde man sich doch noch fangen könnte, wurde diese Vorstellung von Bernhard und Christoph geraubt, die absolut anderer Meinung waren. Nach einigen steilen Passagen, kam das Spektakel der Tour, eine Abseilstelle über eine Stufe. Ein Drahtseil, führt nach links über die Rinne die man danach hinausfährt, zu einem Abseilstand. Nach der Abseilerei mit Ski auf dem Buckel rutschten und schwangen wir die teils nur um die 5m breite Rinne hinab. In der sich trotz hoher Schneelage bereits ein kleiner Bergschrund auftat. Später im Jahr wird dieser wohl zu größeren Problemen bei der Abfahrt führen. Je weiter wir runterkamen, desto mehr firnte der Schnee auf, leider war nur am Ende der Rinne und auf der Holzerwies der Schnee gut. Anschließend mussten wir uns bei wärmer werdenden Temperaturen und schwerem Schnee durch dichteren Wald schinden, bis wir auf eine Forststraße trafen. Diese erst links querend, später rechts bis zur Talstation in Ehrwald runterfuhren. Dort gabs noch eine kleine Einkehr, anschließend dann mit dem Skibus retour zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn, und durch den Stau in Oberau nach Hause. Danke nochmal an Marina und Flo vom DAV Marktschwaben die so spontan Zeit hatten.