Eine Fortbildung stand auf dem Programm. Tourenplanung mit Winterbiwak. Ein aufregendes Thema. Sollte man doch mal in Bergnot kommen, und ungeplant im Gebirge nächtigen müssen, ist es extrem hilfreich, wenn man weiß, wie man sich schützen kann. Ein geplantes Biwak – wie es in unserer Fortbildung gemacht wurde, ist dabei natürlich absoluter Luxus. Wir haben uns am Freitag Abend in der Griesenau getroffen mit unseren Ausbildern Max und Jörn. Bei einem gemütlichen Abendessen in der Griesner Alm wurde die Tour geplant und die Theorie besprochen. Am nächsten Tag ging es dann mit viel Gepäck durchs winterliche Griesner Kar zur Fritz Pflaum Hütte. Unser Lagerplatz sollte direkt in der Nähe sein, so dass man – sollte irgendwas schief gehen, die schützende Hütte in unmittelbarer Nähe hat. Wir machten uns bei herrlichem Sonnenschein und eisigen Temparaturen ans Bauen. In 5-6 Stunden entstanden in mühsamer Schaufel- und Schichtarbeit 2 wunderbare Schneehöhlen, ein hübsches Iglu und ein sogenanntes Panzerknackeriglu. Letzteres trägt diesen Namen, weil man zunächst einige in Biwaksäcke verpackte Rucksäcke verbuddelt und dann als “Schatz” wieder ausgräbt. Wir waren gut ausgerüstet mit warmen und vor allem trockenen Klamotten und dicken Schlafsäcken und Isomatten. In Iglu und Schneehöhlen hatte es angenehmen Temperaturen, nur im Panzerknackeriglu war unser Kältegraben nicht wirklich gut gelungen, sodass die Temperaturen doch unter null Grad hatten. Wer eine dicke Isomatte hatte, konnte entspannt liegen und musste nicht frieren. Es war eigentlich wirklich gemütlich in der Behausung, mit Kocher, Kerze und netten Gesprächen. Dennoch zog sich die Nacht und die Stunden wollten nicht vergehen. Endlich dann doch: Tageslicht. Frühstück, zusammenpacken. Wir machten noch eine kleine Skitour ins Goinger Törl. Zumindest ein Teil der Gruppe. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in der Griesner Alm. Ich habe viel gelernt auf dieser Fortbildung, einmal nämlich, dass ich auf ein Winterbiwak auch gerne verzichten kann und dann auch, dass ich weiß, wie ich mir zur Not einen Unterschlupf graben kann, um die Nacht zu überleben. Alles in allem eine tolle Fortbildung, viel Engagement auf Seiten der Ausbilder. Und was das wichtigesten ist: man muss sehr wohl wissen, mit wem man auf Tour ist um auch auf engestem Raum sich nicht auf die Füße zu trampeln.