Wer den strömenden Regen und die Gewitter des gestrigen frühen Abends in München vor Augen hat dürfte sich vielleicht wundern, dass sich zur ersten TAK-Feierabendtour tatsächlich sechs Optimisten zusammenfanden, um den Jägerkamp von Nordwesten aus zu besteigen. Gewisse Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Unterfangens hatte kurzfristig wohl jeder von uns, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, unser Optimismus wurde belohnt und es wurde einfach verdammt cool.

Der Aufstiegsweg führte uns erst durch den Wald, aber gab immer wieder Blicke auf den Schliersee und die gegenüberliegende Brecherspitze frei. Ab kurz vor der Jägerbaueralm führen mehrere Varianten zum Gipfel. Auf dem von uns gewählten kleinen, verwachsenen Pfad durch die Latschen über den Grat westlich um einen Kessel unterhalb des Gipfels begleitete uns eine wildromantische Abendstimmung. Der Gipfel selbst hüllte sich zwar während unserer Gipfelbierrast in Wolken, aber schon nach ein paar Metern Abstieg über den Grat, der nach Norden wieder hinab zur Jägerbaueralm führt, hatten wir freie Sicht auf den Schliersee und das dahinter liegende Flachland. Im Wald wurde es dann rasch dunkel und mit Stirnlampen bewaffnet ging es zurück zum Startpunkt.

Es war kurz gesagt einfach absolut lohnend und wunderbar, ein gefühltes kleines Wochenende an einem Abend unter der Woche. Wer auch mal dabei sein will hat in 2 Wochen die nächste Gelegenheit (siehe Programm). Für die nächste Tour ist der Jochberg geplant, der als Feierabendtour aufgrund der Aussicht immer wieder extrem lohnend ist.

Und wer das Ganze lieber für sich allein in Ruhe erleben will, findet unsere gestrige Route hier:
https://www.gpsies.com/map.do?fileId=ibmeillfwlhpgxid&authkey=BF38F84239067BC7BB1191C1EC1483A70B60E76CAFDD7737
(Betzi)