© DAV/Hans Herbig

TAK-Klimabilanz 2022

Im Jahr 2022 hat sich das Klimakranzl zusammengefunden und sich unter der Schirmherrschaft von Christa Hornreich gemeinsam mit Klaus Landendinger, Manfred Kinberger, Klara Fath und Laura Tassone die Grundlagen der CO2-Bilanzierung angeeignet sowie zusammen mit der Firma ClimatePartner einen Unternehmens-CO₂-Fußabdruck berechnet: den sog. Corporate Carbon Footprint (CCF). Der CCF ist die Summe der CO₂-Emissionen, die ein Unternehmen in einem festgelegten Zeitraum innerhalb der definierten Systemgrenzen verursacht hat. 

Berechnen, reduzieren, ausgleichen – das ist entscheidend für Klimaschutz im Sinne des Pariser Abkommens. Die Grundlage für konkretes Handeln im Klimaschutz ist somit die Berechnung: Wer seinen Carbon Footprint kennt, weiß, wo CO₂-Emissionen entstehen und wie hoch diese sind. Gleichzeitig ermöglicht der Carbon Footprint, Vermeidungs- und Reduktionspotenziale zu erkennen, Reduktionsziele festzulegen sowie entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.  

Da im Jahr 2022 das erste Mal eine solche Klimabilanz für das Turner-Alpen-Kränzchen e.V. erstellt wurde, reichen die bisher gesammelten Daten allerdings nicht dazu aus, etwaige Trends zu erkennen. Diese können erst nach mehreren Jahren der Bilanzierung zuverlässig abgeleitet werden. 

In den Folgejahren lässt sich anhand der CO2-Bilanz dann überprüfen, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt wurden und wo Emissionen noch stärker reduziert werden sollten. Werden die verursachten Emissionen ausgeglichen, erreicht man dadurch Klimaneutralität. 

Für die erste CO22 -Bilanz wurde das TAK in verschiedene Erfassungsfelder unterteilt: Rotwandhaus,  Gruttenhütte, Geschäftsstelle, Touren- und Ausbildungswesen sowie Jugend. Für jedes   Erfassungsfeld wurden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Hüttenwirten und Tourenreferenten Daten zum CO2-Ausstoß gesammelt, bereinigt und in das von ClimatePartner zur Verfügung gestellte Tool eingepflegt. Auf Grundlage dieser Daten wurde dann mittels der im Tool hinterlegten Berechnungsformeln unser CCF ermittelt, der sich insgesamt und für die jeweiligen Erfassungsfelder wie folgt graphisch darstellen lässt: 

© DAV TAK e.V.
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Abbildung 1: TAK Gesamt: 233,84 t CO2 
Mit Geschäftsreisen sind hier alle unsere Fahrten gemeint (Touren, Ausbildung, Jugend und Versorgungsfahrten auf die Hütten). Eingekaufte Güter und Dienstleistungen sind zum Beispiel die Lebensmittel auf den Hütten oder das Papier fürs Kranzlerjahr. 

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Abbildung 2: TAK Hütten: 204,79 t CO2

Mit Geschäftsreisen sind hier alle Versorgungsfahrten für die Hütten gemeint (Mitarbeitende, Lebensmittel, Handwerker, Hüttenwart usw.). Die Anreise der Gäste wird nicht erfasst. Sie ist nicht bilanzierungsrelevant.

© DAV TAK e.V.
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Abbildung 3: TAK Geschäftsstelle: 29,05 t CO2

Mit Geschäftsreisen sind hier alle unsere Fahrten gemeint (Touren, Ausbildung, Jugend usw.). Eingekaufte Güter sind in erster Linie das Papier für Jahrbuch und Programmhefte.

© DAV TAK e.V.
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Abbildung 4: TAK Tourenprogramm (= Geschäftsreisen der Geschäftsstelle): 23,5 t CO2. Insgesamt entfielen davon 4,44 t CO2 aus 

Bei den Öffitouren wurden insgesamt 60.822,6 km zurückgelegt. Diese Zahl ergibt sich aus der Summe aller pro Passagier zurückgelegten Kilometer. Mit dem PKW wurden insgesamt 41.317 km zurückgelegt und 15.336,12 t CO2 generiert. Die Anzahl der Kilometer wurde hier aber pro PKW ermittelt, da die genaue Anzahl der Fahrzeuginsassen nicht immer bekannt war.  Wer gerne mehr darüber erfahren möchte, dem kann der gesamte Bericht von ClimatePartner zur Verfügung gestellt werden. 

Klimabudget

Aus der Gesamtbilanz von 233,84 t CO2 ergibt sich ein Klimabudget von 21.045,60 € (Die DAV-Hauptversammlung hat einen CO2-Preis von 90 € pro Tonne CO2 festgelegt.) 

Mit diesem Klimabudget können wir nun in der Sektion CO2-Reduzierungsmaßnahmen finanzieren. 

 

Weitere Maßnahmen in Planung

Über die Datenerhebung in Bezug auf die obigen Erfassungsfelder hinaus, hat das Klimakranzl auch noch andere Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen, wie z.B.: der Beitritt zu Initiativen, die 5€-Rabattaktion im Jubiläumsjahr auf die Hüttenübernachtung bei Anreise mit dem ÖPNV und der Klimaeuro. Zudem ist Christa Hornreich auch stellvertretend für die Vorstände bei den übergreifenden Klimaberechnungen anwesend. Außerdem konnte Christa erreichen, dass die Strecke Fischhausen-Neuhaus und Spitzingsee über die Sommermonate mit einem früheren RVO-Bus bedient wird. Wir haben auch die Aufwandsentschädigung für Öffitouren erhöht, sodass die Tourenleiter ihree gesamten Reisekosten ersetzt bekommen. 

Die Stromversorgung der Hütten soll weiter auf Solarenergie umgestellt werden. Dies sind aber aufwendige Themen und dafür brauchen wir auch die Unterstützung von mehr Ehrenamtlichen. 

Die Arbeit des Klimakranzls hat zur Erfassung und Sichtbarmachung der CO2-Emissionen des TAK im Jahr 2022 beigetragen. Da das erste Mal eine solche Klimabilanz erstellt wurde, reichen die bisher gesammelten Daten, wie bereits oben erwähnt, allerdings noch nicht dazu aus, Trends zu erkennen. Diese können erst nach mehreren Jahren der Bilanzierung zuverlässig abgeleitet werden. Wir konnten aber schon einmal einen ersten Schritt in die richtige Richtung zur Erreichung der Klimaneutralität gehen. Für die Zukunft gilt es, weitere Erkenntnisse zu gewinnen und diese für wirkungsvollen Klimaschutz zu nutzen. Dazu gehört, Emissionen kontinuierlich zu reduzieren – genauso wie die restlichen Emissionen auszugleichen. Durch den Ausgleich wird Klimaneutralität erreicht und kann entsprechend mit einem Label gekennzeichnet werden. 

© Laura Tassone, TAK

Laura Tassone

Ausbilderin | Tourenführerin | Klimakoordinatorin

Qualifikationen
Trainerin C Skibergsteigen
© DAV TAK e.V.

Klara Fath

Klimakoordinatorin