Unsere Faschingsskitouren führten uns nach zehn Jahren mal wieder ins Ultental. Leider war die Lawinenlage oberhalb der Waldgrenze sehr angespannt und auch im Wald gab es diverse Alarmzeichen. Daher entschieden wir uns für eine sehr defensive Tourenauswahl. Zumal die Hochlagen sehr vom Wind gezeichnet waren und die Südhänge weit rauf recht aper waren.
Untergebracht waren wir in einem schönen Apartment in Alpreid mit Bushaltestelle direkt vor der Haustüre. Dank Südtirolcard konnten wir das Auto oft stehen lassen und sind per Bus zu den Ausgangspunkten gekommen.
Samstag, 14. Februar, startete mit Schneefall und schlechter Sicht. Daher sind wir vom Sporthof bei St. Gertraud zuerst über die Forststrasse und später dann durch lichten Lärchenwald zum Breitbichel. Am Gipfel ist man kurz über der Waldgrenze und die Abfahrt führte über Lichtungen und Wald zurück zur Forststrasse. Kurz vor dem Ziel hat man dann noch einmal ein paar nette Hänge. Der Schnee im Wald war nicht üppig, aber ausreichend für schöne Schwünge und Wummgeräusche konnte jeder mal produzieren.
Sonntag, 15. Februar: und es gab Sonnenschein. Von der Talstation Kuppelwies über die schmale, aber schneebedeckte, Forststrasse ins Einertal. Ab der Einertalalm weitet sich das Gelände und über die Maritscher Bergalm zum Samerjoch. Hier war das Gelände sehr sanft und je flacher, umso besser war auch der Pulver. Die benachbarte Falerscharte wies dagegen einige größere Lawinenanrisse auf. Bei der Abfahrt stellte sich die harte Forststrasse als noch enger als gedacht heraus und es ging rasant zurück ins Tal. Der Vorteil, manchmal ist ein Nachteil, einer Busanreise ist, dass man eventuell warten muss, diese Zeit aber mit einem Bombardino überbrücken kann.
Montag, 16. Februar: es war schlechte Sicht und Schneefall vorhergesagt. Daher wieder eine Wald- und Lichtungstour. Diesmal von Untereggen auf die Gamper Stange. Ja eine flache Schlecht-Wettertour aber mit schönen Hängen im Gipfelbereich, die man gerne mehrmals fährt. Für den Tag die richtige Tour, da oberhalb der Waldgrenze keine Sicht war und das Beurteilen der Lawinengefahr schwierig geworden wäre.
Dienstag, 17. Februar: und es gab wieder Sonne und Neuschnee. Aber, aus Ermangelung von kurzen Touren und wir mussten heute auch noch heimfahren, und der Lawinenlage, entschieden wir uns für die kurze Variante auf die Gamper Stange. Am Parkplatz im Marauntal Start mit 10cm Neuschnee über die sanft ansteigende Forststrasse zur Gamperalm und ab hier durch lichten Lärchenwald zum Gipfel. Heute mit mehr Sicht und noch besseren Schnee, so dass einige von uns den Gipfel mehrmals bestiegen, was sich definitiv lohnte.
Trotz gemischtem Wetter und angesichts der Schneesituation konnten wir schöne Touren unternehmen. Die Abende waren auch immer gut gefüllt mit kochen, ratschen und Tourenplanung. Das kulinarische Programm konnte mit dem sportlichen Programm locker mithalten. Schließlich war von Aperol über Spinatknödel mit südtiroler-asiatischem Fusionsalat bis zum obligatorischen Käsefondue alles geboten. Danke an die Köche, Abspüler und alle, die dabei waren.