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Skitourenwochenende rund um das Edelweißhaus

von Leon Hammer

09.03.2026

Drei Tage Sonne und Firn – tolle Bedingungen für unser Skitourenwochenende auf dem Edelweißhaus in den Lechtaler Alpen. Mit perfekten Frühjahrsbedingungen, erstaunlich komfortabler Unterkunft und drei abwechslungsreichen Touren wurde es ein schönes Bergwochenende.

Tag 1 – Tschachaun: Eisiger Aufstieg, firnige Belohnung

Der Auftakt führte uns auf den Tschachaun. Der Hang präsentierte sich stellenweise gefühlt wie eine einzige große Eisplatte. Spitzkehren mussten präzise sitzen – Ausrutschen hätte hier eher wenig Stil gehabt.

Aber wie so oft gilt: Wer sich im Aufstieg müht, wird oben belohnt. Die Abfahrt bescherte uns herrlichen Firn, genau so wie man ihn sich im Frühjahr erträumt – griffig, weich und einfach zum Genießen.

Ganz vorbei war das Abenteuer damit allerdings noch nicht: Der Rückweg entwickelte sich zu einer kleinen Expedition durchs Bachbett. Mit etwas Kreativität und Balance fanden wir schließlich wieder zurück zur Spur.

Tag 2 – Alplespleisspitze: Spitzkehrentraining mit Aussicht

Am zweiten Tag stand die Alplespleisspitze auf dem Programm. Der Aufstieg bot perfekte Gelegenheit, die Spitzkehrentechnik zu verfeinern.

Oben angekommen warteten wieder fantastische Frühjahrsbedingungen. Die Abfahrt durch weiten Firn machte einfach Spaß: lange Schwünge, breite Hänge und dieses Gefühl, dass Ski und Schnee genau das tun, was sie sollen.

Tag 3 – Gsteinsjoch beim Schwarzen Kranz: Firn zum Abschluss

Zum Abschluss ging es Richtung Gsteinsjoch nahe dem Schwarzen Kranz. Der Aufstieg hatte zunächst einen leicht abenteuerlichen Charakter, da wir durch bereits abgegangene Lawinenbereiche steigen mussten – ein gutes Beispiel dafür, wie dynamisch das Gelände im Frühjahr sein kann. Mit Aufmerksamkeit und guter Spurwahl kamen wir aber problemlos durch.

Die Belohnung folgte prompt: eine absolut geniale Firnabfahrt. Perfekter Schnee, Sonne im Gesicht und das Wissen, dass dies der krönende Abschluss unseres Wochenendes ist.

Das Drumherum

Neben den Touren war auch das Edelweißhaus selbst ein echtes Highlight. Wer bei einer Alpenvereinshütte an Matratzenlager und Gemeinschaftswaschbecken denkt, wird hier überrascht: ultramoderne Zimmer mit eigenem Bad – fast schon luxuriös für eine Skitourenunterkunft. Dazu ein sehr leckeres Abendessen, das nach einem langen Tourentag gleich doppelt gut schmeckt.

Fazit:

Drei tolle Touren, viel Firn und ein bisschen Abenteuer - Alle waren happy