Das „Auswintern“ der Gruttenhütte mussten wir in manchen Jahren schon wörtlich nehmen: Alt- oder Neuschnee bedeckten den Fahrweg und die Umgebung der Hütte und so war meistens erstmal Schneeschaufeln angesagt. Heuer konnten am Samstag, den 10. Mai die Schneeschaufeln im Depot bleiben: Die Frühjahrssonne hatte ganze Arbeit geleistet und unser rund 15köpfiges Helferteam konnte direkt loslegen.
Wir hatten uns Arbeiten vorgenommen, die in den Jahren zuvor immer wieder von den To-do-Listen gerutscht waren, weil es Dringenderes zu tun gab. So konnten wir endlich an der Fundament-Mauer unter der Terrasse die Fehlstellen neu verputzen und auf die Trockenmauer, auf der unsere Panoramatafel ruht, die Krone neu vermörteln. Wie immer in den Bergen ein Spiel auf Zeit gegen Regen, Frost und Schnee, aber ein paar Jährchen wird’s schon halten!
Das gleiche gilt für das Dach unserer Zisterne. Hier hatte sich über die Jahre eine Menge Schwemmmaterial angesammelt, das wir im unwegsamen Gelände mit einer klassischen Eimerkette bzw. -rutsche entfernt haben. Die Schätzungen der Häuslebauer unter uns gingen einheitlich in Richtung 1,5 Kubikmeter Material. Auf dem Zisternendach fehl am Platz war das feine Material dann Gold wert, um es auf dem ausgeschwemmten Fahrweg zu verfüllen.
Die dritte, ebenfalls sehr kräftezehrende Arbeit war das Lösen und Neuverlegen der Terrassenbretter auf der hinteren Terrasse. Unser Ziel war es dabei, größere Abstände zwischen den Brettern zu schaffen, in der Hoffnung, dass sich diese nicht so leicht mit feinem Material verlegen wie die bisherigen Ritzen. Und so ist ein großer Teil unserer Mannschaft buchstäblich auf die Knie gegangen und hat sich dieser Aufgabe angenommen – inklusive unserer Vorständin Christa und unserem Schatzmeister Anselm.
Von unserem Wirtsehepaar Seppi und Esther mit Sohn Peter wurden wir wie immer hervorragend bewirtet. Trotz angekündigter Schauer hat das Wetter gehalten und wir wurden abends noch mit einem glasklaren Sternenhimmel über dem Wilden Kaiser belohnt.
Eine Besonderheit war heuer auch die Zusammensetzung unseres Helferteams: Erstmals haben wir Freiwillige nicht allein aus den langjährigen „Wiederholungstätern“ oder dem Bekannten- oder Freundeskreis rekrutiert, sondern unseren Arbeitseinsatz TAK-weit im Newsletter ausgeschrieben – mit bemerkenswerter Resonanz. Daher vielen Dank an alle alten und neuen Gesichter auf der Gruttn und hoffentlich auf ein Wiedersehen im Herbst oder zu anderer Gelegenheit, wenn Seppi und die Gruttn wieder Unterstützung brauchen!
Eure Hüttenreferenten
Egon und Martl