© Christian Hornreich

Hochtour auf den Kuchelmooskopf

von Christian Hornreich

07.07.2026

Und ewig lockt das Zillertal. So oder ähnlich war das Motto der Tour auf den Kuchelmooskopf.


Nicht der bekannteste Berg im Zillertal, aber mit einer gewissen Tradition beim TAK. Im Laufe der Zeit hat sich der Berg und sein Gletscher aber sehr verändert und ich wollte herausfinden, ob die Tour überhaupt noch machbar ist.

Leider haben sich die Teilnehmer kurzfristig vor der Tour minimiert. Mit einer Rumpftrumpe und E-Auto ging es am Samstag geschmeidig von München in den Zillergrund. Den Aufstieg zur Staumauer haben wir uns mit dem Bus (ebenfalls mit E-Antrieb) erleichtert. Über den mit Almrausch gesäumten Weg ging es in 1 ½ Stunden zur Plauener Hütte. Nach kurzer Stärkung ging es auch gleich weiter auf den Hüttengipfel, das Rainbachköpfl. Und es geschehen doch noch Wunder. Nach all den vielen Besuchen in vergangenen Jahren habe ich zum ersten Mal auf der Plauener Hütte   ein Thermofrühstück bekommen.Das war auch nötig, denn am Nachmittag sollte es regnen. Nach dem spartanischen Frühstück im Vorraum ging es um 5.30 Uhr in Richtung Kuchelmoosferner.


Der Ferner hat in all den Jahren schon sehr gelitten. Was früher ein schöner Hang war, ist jetzt eine schmale Rinne, die durch den Gletscherschliff einen Weg zum eigentlichen Gletscher ermöglicht. Noch geht es gut, aber ohne Schnee könnte es bald schlechter werden. Oben am eigentlichen Gletscher ging es wie gewohnt gemütlich in die Kuchelmoosscharte und unschwierig über Blockgelände und lustiger Kletterei auf den Gipfel.  
Bei stürmischem Wetter haben wir uns nicht zu lange aufgehalten, denn man konnte den Regen schon erahnen. Die Aussicht war aber wieder großartig, von den Dolomiten bis ins Karwendel reichte die Sicht. Über den gleichen Weg ging es flugs wieder runter und wir sind bereits mittags gut auf der Hütte angekommen. Nach kurzer Pause und Umpacken der Rucksäcke ging es auf dem bekannten Weg zurück zum Stausee. Der frühe Aufbruch hat sich jetzt bewährt, da uns kurz davor noch ein Regenschauer eingeholt hat. Dank E-Auto und unserer Fahrerin ging es ganz entspannt zurück nach München.

Fazit der Tour: trotz Klimawandel sind der Kuchelmooskopf sowie auch die anderen Berge rund um die Plauener Hütte noch gut machbar. Und wie immer war es eine Tour mit Freu(n)den.