© Frank Hartmann, DAV TAK

Mountainbike-Ausflug ins Vinschgau

von Frank Hartmann

10.07.2026

Drei Tage, drei Bikes, drei gut gelaunte Menschen: von Freitag bis Sonntag waren Silvia, Johann und Frank im Vinschgau unterwegs. Unser Basislager lag in St. Valentin am Reschensee – perfekt, um direkt vor der Haustür in die Südtiroler Bergwelt zu starten.

Am ersten Tag rollten wir ins Langtauferer Tal. Der Anstieg hatte es mit knapp 1.000 Höhenmetern in sich, doch Schritt für Schritt – oder besser: Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung – kamen wir unserem Ziel näher. Auf der Masebener Hütte stärkten wir uns, bevor uns die Ausblicke auf Weißkugel, Weißseespitze und die Gletscher immer wieder staunen ließen. Die anschließende Abfahrt bis zur Melager Alm belohnte uns mit flowigen Naturtrails und breitem Grinsen.

Der zweite Tag führte uns zur Watlesspitze auf 2.555 Meter. Bis zum Pfaffensee ging es angenehm bergauf, danach wurde es alpiner: Die letzten Höhenmeter schoben und trugen wir unsere Bikes gemeinsam Richtung Gipfel. Genau solche Momente zeigen, dass Mountainbiken nicht nur aus Kondition besteht, sondern auch aus Geduld, Teamgeist und Freude am Draußensein. Die lange Trailabfahrt bis zur Bruggeralm machte alle Mühen schnell vergessen.

Am Abschlusstag fuhren wir am Reschensee entlang und hielten natürlich am versunkenen Kirchturm. Danach wartete die Auffahrt zur Rossbödenalm – schweißtreibend, aber mit jedem Meter aussichtsreicher. Oben öffnete sich der Blick über den See bis zum Ortler, dem „König der Ostalpen“. Zurück ging es über einen schönen Wiesen- und Waldtrail: ein letzter Genussmoment auf zwei Rädern.

So wurden aus drei Tagen viele kleine Abenteuer: gemeinsame Pausen, stille Bergblicke, fordernde Anstiege und Abfahrten, die Mut machen. Gerade für Mountainbike-Einsteiger zeigt das Vinschgau, wie schön es ist, sich gemeinsam Schritt für Schritt an neue Touren heranzutasten. Wir kommen bestimmt wieder.